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Der Lutherweg in Sachsen

Der "Lutherweg in Sachsen" - eine Wanderung im Zeichen der Reformation - Eröffnung des ersten Abschnitts erfolgt am 4. Juni 2014

Leipzig (Redaktion/17.3.2014) - Landschaft und Kultur genießen, Kraft für den Alltag schöpfen und aktiv erleben, wie die Reformation bis heute nachhaltig auf viele Lebensbereiche wirkt: der neu geschaffene "Lutherweg in Sachsen" macht es möglich.

Er führt als 550 km langer Rundwanderweg durch landschaftlich reizvolle Regionen des Leipziger Neuseenlands, des Sächsischen Burgenlands und des Sächsischen Heidelands. Markiert mit einem grünen "L" auf weißem Untergrund verbindet der Lutherweg 27 Orte, in denen die Reformation deutliche Spuren hinterlassen hat.

Hier erfährt man anschaulich, wie sich die Reformation in Sachsen ausbreitete und welche Auswirkungen dies mit sich brachte. Der erste Teilabschnitt des Lutherwegs in Sachsen wird am 4. Juni 2014 in Gnandstein eröffnet. Die Westroute zwischen Torgau und Zwickau umfasst 11 Stationen, darunter Eilenburg, Leipzig, Neukieritzsch, Borna und Crimmitschau. Die Eröffnung der kompletten Strecke ist für 2015 geplant. Der "Lutherweg in Sachsen" bildet mit den anderen Lutherwegen in Deutschland ein Netzwerk und hat Anschlüsse nach Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Sachsen gilt als eines der Kernländer der Reformation. In den Städten Zwickau, Torgau, Eilenburg und Borna öffnete sich die Bürgerschaft sehr früh dem Gedanken der Reformation. In Leipzig trafen im Sommer 1519 führende Vertreter der reformatorischen Bewegung um Martin Luther und Andreas Karlstadt mit dem katholischen Theologen Johannes Eck zur "Leipziger Disputation" zusammen, die Luthers endgültigen Bruch mit der alten Kirche markierte. Andere Stationen am "Lutherweg in Sachsen" sind eng verknüpft mit den starken Frauen der Reformation. Im Kloster Nimbschen lebte Katharina von Bora, Luthers spätere Ehefrau. In den Orten Rochlitz, Mittweida und Kriebstein wirkte Elisabeth von Rochlitz und ermöglichte durch ihr energisches Handeln die Einführung der Reformation in ihrem Territorium.

Bei der Wanderung entlang des Lutherwegs kann man entdecken, wie die Veränderungen der Reformation den Bau und die Ausgestaltung evangelischer Kirchen prägen. Durch Luther wurde in der deutschen Sprache das Wort "gastfrei" heimisch. Seinen Studenten gab er die Empfehlung: "Gastfreiheit ist an allen Orten, wo Kirche ist." Weiterhin soll der Lutherweg ein spiritueller Wanderweg sein, der das Bewusstsein für die Natur und die Schöpfung wecken will. Auf der Wegstrecke informieren zahlreiche Informationstafeln über den Streckenverlauf, Sehenswürdigkeiten und die reformatorische Bedeutung der Lutherwegorte. Verschiedene Faltblätter beispielsweise zur reformatorischen Bedeutung, sowie zu touristischen Attraktionen sind in den Tourist-Informationen aller Partnerorte erhältlich.

Dem Thema Reformation widmen sich im Jahr 2014 auch zahlreiche Veranstaltungen in Sachsen, darunter das 12. Festival der Reformation in Zwickau (16.5.-18.5.), der Landeskirchentag Sachsen und das Deutsche Evangelische Chorfest 2014 in Leipzig (27.-29.6.), der 5. Katharina-Tag in Torgau (4.7.) und das Lutherfest in Borna (29.8. - 31.8.). Zugleich werden zwei große Ausstellungen zum einen in Rochlitz ("Eine starke Frauengeschichte 500 Jahre Reformation" vom 01.05. - 31.10.2014) und zum anderen in Torgau ("Glaubensbekenntnisse auf Prunkwaffen" Mai - Oktober 2015) eröffnet.

Der digitale Weg - Neugestaltete Internetseite weist den Weg

Neben der Beschilderung wird die Homepage derzeit völlig neu gestaltet und den Anforderungen für die Nutzung mit mobilen Endgeräten ausgerichtet. Der interessierte Nutzer wird umfassend über den Wegeverlauf und die touristischen Angebote entlang des Weges informiert.

Über den Facebook-Auftritt, der das Projekt im Bereich Social Media präsentiert, werden Inhalte nutzergerecht angeboten. Neben aktuellen Themen entlang des spirituellen Wanderweges zum Thema Reformation können sich die Nutzer über Veranstaltungen informieren, Videos und Fotos anschauen und Druckmedien herunterladen.

Neu 2014: Film zum Lutherweg Sachsen

Vom 5. bis 9. März 2014 präsentiert sich der "Lutherweg in Sachsen" auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) gemeinsam mit Leipzig und der Region am Sachsen-Stand in Halle 11.2 (Stand 102). Die Besucher erhalten hier die aktuellen Broschüren zur Thematik sowie die Touristische Karte "Lutherweg in Sachsen". Getreu dem Motto, ein Bild sagt mehr als tausend Worte, setzt ein neuer Film zum "Lutherweg in Sachsen" die Route auf den Spuren der Reformation bildgewaltig in Szene. Er wird erstmals am Messestand auf der ITB präsentiert und kann für 9,50 Euro in zahlreichen Tourist-Informationen sowie über alekto-film bezogen werden.

Mit musikalischer Unterlegung stellt der 33minütige Film die Orte am "Lutherweg in Sachsen" vor und gibt wichtige Informationen zur Bedeutung der einzelnen Stätten und dem jeweiligen Bezug zum Thema Reformation. Einen ersten Vorgeschmack gewährt ein Kinospot, der den Lutherweg cineastisch in Szene setzt. Dieser kann auf dem Videokanal "Lutherweg in Sachsen" bei YouTube angeschaut werden. Dort wird der Film in => Kürze auch in drei Teilen zu sehen sein.

Die Texte zu den Bildern

Priesterhäuser in Zwickau (Station 20) - Die Priesterhäuser stehen für eine Zeit vor der Reformation. Errichtet ab Mitte des 13. Jh. wohnten vornehmlich katholische Priester in ihnen. Klerikal genutzt wurden sie sogar bis ins 19. Jh. Früh jedoch setzte sich in der Stadt der reformatorische Gedanke durch. Nach Wittenberg war Zwickau die zweite Stadt, die sich zur Reformation bekannte. Copyright: Andreas Schmidt

Burg Gnandstein (Station 22) - Die Burg beinhaltet ein reichhaltig ausgestattetes Museum sowie eine spätgotische Kapelle, mitgestaltet vom Riemenschneiderschüler Peter Breuer. Zur Zeit der Reformation herrschte in Gnandstein die Familie von Einsiedel. Sie gehörte zu den ersten "Bekehrten" in Sachsen. Massiver Druck des sächsischen Herzogs Georg verhinderte ein frühes öffentliches Bekenntnis. Copyright: Andreas Schmidt

Leipzig - Ausstellung zur Reformation im Stadtgeschichtlichen Museum (Station 25) - Die Bannbulle der katholischen Kirche gegen Luther (1521) geht auf das Streitgespräch, die "Leipziger Disputation" an der Uni zurück. Es stritten Johannes Eck für die Katholiken und Luther, Melanchton und Karlstadt für die Reformierten. Im Stadtgeschichtlichen Museum liegt u.a. die Lutherbibel aus. Copyright: Andreas Schmidt

Löbnitz - Evangelische Pfarrkirche (Station 27) - Die Kirche wurde im 13. Jh. als dreischiffige romanische Pfeiferbasilika errichtet. Luther war mit dem Rittergutsbesitzer Ernst von Schönfeldt freundschaftlich verbunden. Wollte Luther von Wittenberg nach Leipzig, führte ihn der Weg zwangsläufig dort vorüber. Denn während dieser Zeit führte der Weg von Wittenberg nach Leipzig über Löbnitz. Copyright: Andreas Schmidt

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